DOLOMITENFREUNDE
BAUAKTION 2020


vom 4. Juli bis 8. August 2020

Zielsetzung

Der Weltkrieg der Jahre 1915 - 1918 hat in den Bergen zwischen Ortler und Isonzo zahlreiche Spuren hinterlassen.
​Die DOLOMITENFREUNDE – ein von Prof. Walther Schaumann gegründeter gemeinnütziger Verein – begannen 1973, verfallene Steige entlang der Gebirgsfront 1915-1917 mit Hilfe von Freiwilligen wieder herzurichten und als »Friedenswege« begehbar zu machen, nach dem Motto
»Wege, die einst Fronten trennten, sollen uns heute verbinden!«
Seit 1983 arbeiten die Dolomitenfreunde mit ihren Freiwilligen im Bereich des Plöckenpasses. Dabei entstand ein Freilichtmuseum, dessen Zentrum der Sektor Kleiner Pal darstellt.

Zielsetzung der Aktion 2020 ist es, die Einrichtungen, Wege und Wegmarkierungen im Bereich des Kleinen Pal begehbar zu machen, zu erhalten und zu verbessern und sie so als Mahnmal gegen den Krieg für die Nachwelt zu erhalten.


Die Örtlichkeiten
 
Das Basislager
Hausalm

Das Basislager befindet sich in 1275 m Seehöhe oberhalb des Plöckenhauses (ca. 15 Gehminuten

am Eingang des landschaftlich besonders schönen und unberührten Angerbachtales.

Das Basislager besitzt Anschluss an das Stromnetz. Wasser liefert eine eigene Quelle. Die Zufahrt

mit PKW ist möglich.

Eine Küche, zugleich Aufenthaltsraum, Unterkunft und Büro der Bauleitung, Magazine und

Werkstätten sowie Schlafstellen für die Mitarbeiter stehen zur Verfügung.
Falls die Quelle genügend Wasser liefert, gibt es die Möglichkeit, im Waschraum auch eine

Dusche zu benützen.
 

Das Höhenlager
Kleiner Pal

Das Höhenlager befindet sich in 1815 m Seehöhe unterhalb des Gipfels des Kleinen Pal,

knapp 600 Höhenmeter (1-1½ Gehstunden) über dem Basislager.
Ein überbauter, blitzschutzsicherer Container bietet für rund 10 Personen Sitzplätze.
Für die Mitarbeiter stehen einfache Schlafplätze (Matratzenlager) zur Verfügung.
Die sanitären Einrichtungen sind einfach.
Das gesamte Gepäck sowie Baumaterial, Verpflegung und Trinkwasser werden mit der

Materialseilbahn ins Höhenlager transportiert.


Aufgabengebiete, für die wir Mitarbeiter suchen:
I. Höhenbaustelle Kleiner Pal

Achtung! Aus logistischen Gründen ist die Personenanzahl für die Höhenbaustelle am Kleinen Pal pro Turnus ausnahmslos auf 10 Teilnehmer beschränkt. Nur bei einer möglichst frühzeitigen Anmeldung können daher Terminwünsche Berücksichtigung finden.
Die personelle Einteilung für die einzelnen Baustellen bestimmt ausschließlich der Bauleiter der Höhenbaustelle.
Dem ersten Turnus obliegt der logistische Aufbau, dem letzten Turnus Restarbeiten und der Abbau der Höhenbaustelle.
Der Aufstieg bei jedem Turnusbeginn zur Höhenbaustelle erfolgt jeweils am Montag nach dem Frühstück, grundsätzlich gemeinsam mit dem Bauleiter oder seinem Vertreter.
Der Abstieg bei Turnusende erfolgt am Freitag nach abschließenden Arbeiten und der Reinigung des Höhenlagers, grundsätzlich gemeinsam mit dem Bauleiter oder seinem Vertreter.
Die programmgemäße Durchführung der Bauvorhaben wird durch die technischen, finanziellen und materiellen Möglichkeiten sowie durch das Wettergeschehen bestimmt.

1. Baustellenpersonal Höhenlager Kleiner Pal

Für die Wiederherstellungs- und Erhaltungsarbeiten an historischen Objekten und Weganlagen benötigen wir vor allem kräftige, gesunde, konditionsstarke Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in der Lage und gewillt sind, auch noch nach stundenlangem Schaufeln, Zertrümmern von Fels- oder Betonbrocken, Transport von Schutt, Beton und Holz, ihre gute Laune nicht zu verlieren. Aber es gibt auch leichtere Tätigkeiten wie beispielsweise, Markieren, Hinweisschilder montieren und Ähnliches.
Aufgabenstellung nach Maßgabe des Bauleiters auf der Höhenbaustelle, beispielsweise:

  • Herstellung der gefahrlosen Begehbarkeit des Areals (Ausräumen von Schutt und Geröll aus den Wegen und Grabensystemen, Reparatur eingefallener Grabenwände, Reparatur von Abstützvorrichtungen),

  • Reparatur von Drahtseilgeländern an besonders gesicherten Wegstellen,

  • Freischneiden und Säubern der Wege und Steige (Entfernen von Bewuchs),

  • Sammeln und Entfernen von Müll und Abfällen,

  • Erneuerung beziehungsweise Reparatur der Markierungen und Wegschilder in den Durchgangs- und Rundwegen des Sektors,

  • Ausführung von erforderlichen Arbeiten an Objekten, Ausführung von Arbeiten am Höhenlager.

Voraussetzungen: körperliche Leistungsfähigkeit, Trittsicherheit im alpinen Gelände, angemessene persönliche Ausrüstung, Bereitschaft zum Zusammenleben auf engstem Raum.

2. Betreuer Höhenlager Kleiner Pal

Der Betreuer des Höhenlagers ist sozusagen der „Hausmeister“ und sorgt durchgängig für die Funktion des Lagers.
Mögliche Aufgabenstellungen sind:

  • Gewährleistung der Funktion, Ordnung und Sicherheit des Höhenlagers (Sauberkeit, Brandschutz, Hygiene, Kommunikationstechnik)

  • Organisation, Bereitstellung und Verwaltung der Lebensmittel im Höhenlager. Verteilung der aus dem Basislager in Transportbehältern gelieferten Hauptmahlzeiten.

  • Bereitstellung von Warmwasser und Organisation des Abwaschs nach den Hauptmahlzeiten,

  • Einweiser und/oder Helfer bei der Materialseilbahn-Entladebühne,

  • Verwaltung, Ausgabe, Rücknahme und Wartung von Werkzeug und Maschinen,

  • Gewährleistung der Verbindung  zu den Bautrupps und zum Basislager (Funk/Telefon),

  • Information und Betreuung der Besucher, Ausgabe von Informationsmaterial.

Voraussetzungen: Ordnungsliebe, Organisationstalent; erwünscht sind Kenntnisse im Umgang mit Werkzeug und Maschinen und erweiterte Sprachkenntnisse für die Kommunikation mit Besuchern.

II. Basislager Hausalm
1. Betreuungspersonal

Ohne die logistische Unterstützung des Basislagers (Hausalm) ist kein Arbeiten im Höhenlager möglich. Der Betreuer des Basislagers sorgt für das reibungslose Funktionieren der Einrichtung und für eine angemessene Präsentation der DOLOMITENFREUNDE auf der Hausalm.
Da die Hauptmahlzeiten von einem Dienstleister zubereitet und transportfähig gemacht werden, sind vom Personal auf der Hausalm für den eigenen Bedarf nur Frühstück und Abendessen zu organisieren.   
Mögliche Aufgabenstellungen sind:

  • Helfer bei der Inbetriebnahme des Basislagers sowie für Abschlussarbeiten bei Aktionsende,

  • Helfer zur Gewährleistung der Funktion, Ordnung und Sicherheit des Basislagers (Sauberkeit, Brandschutz, Hygiene, Kommunikationstechnik),

  • Ausführung einfacher Tätigkeiten in der Küche (Bereitstellen und Auftragen von Frühstück und Abendessen, Geschirrspülen, Reinigungsarbeiten), 

  • Betreuung der Besucher, Ausgabe/Verkauf von Informationsmaterial,

  • Materialseilbahn (Be- und Entladen der Seilbahn, Befüllen von Wasserkanistern).Hilfsarbeiten bei der Talstation der

Voraussetzungen: Ordnungsliebe, Organisationstalent; erwünscht sind erweiterte Sprachkenntnisse (Englisch) für die Kommunikation mit Besuchern.

2. Magazineur/in

Im Basislager werden alle für die Arbeiten in der Höhenbaustelle erforderlichen Werkzeuge und Materialien gelagert. Sie werden im Bedarfsfall ausgegeben und nach Abschluss der Arbeiten wieder zurückgenommen. Der/die Magazineur/in organisiert die Bereitstellung, Verfügbarkeit und Verwendbarkeit und sorgt für Vollständigkeit und Übersichtlichkeit des Magazins. 

Mögliche Aufgabenstellungen sind:

  • Aufsicht über Maschinen, Werkzeug, Gerät und Baumaterial (Verwaltung, Wartung, Lagerung, Ausgabe und Rücknahme),

  • Handwerksarbeiten (Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten) im Bereich des Basislagers,

  • Disposition des Materialbedarfes,

  • Helfer bei der Talstation der Materialseilbahn.

Voraussetzungen: Ordnungsliebe, Organisationstalent, Improvisationstalent. Erwünscht sind Kenntnisse im Umgang mit Werkzeug und Maschinen, gegebenenfalls Führerschein (gültiger PKW-Führerschein).

3. Seilbahnmaschinist/in

Die Materialseilbahn vom Basislager zum Höhenlager ist die Lebensader der Aktion. Ohne sie ist Leben und Arbeiten im Höhenlager nicht möglich. Der Erfolg der Aktion ist in hohem Maße von ihrer zuverlässigen Funktion abhängig.  Der/die Seilbahnmaschinist/in ist speziell ausgebildet und trägt hohe Verantwortung.

Er/sie ist zuständig für:

  • den Betrieb und die Wartung der Materialseilbahn,

  • Dokumentation der Transportleistung,

  • Ausgabe und Rücknahme von Werkzeug, Gerät und Baumaterial (je nach Bedarf);

  • Mitarbeit im Basislager

Voraussetzungen: Bereits Zulassung als Seilbahnmaschinist oder Bereitschaft zur Einschulung als Seilbahnmaschinist (um rechtzeitige Kontaktaufnahme wird gebeten), Bereitschaft zur Übernahme hoher Verantwortung.

 

4. Einkauf

Alle Lebensmittel, Verbrauchsgüter, Werkzeuge und Baumaterialien, die im Basislager und im Höhenlager benötigt werden, müssen im Tal beschafft und zum Basislager transportiert werden. Der/die Einkäufer/in übernimmt die Bestellung/Besorgung der Güter und sorgt für ihren Transport. Für den Transport steht ein Fahrzeug zur Verfügung.

Mögliche Aufgabenstellungen sind:

  • Sicherstellung der Versorgung des Basislagers und der Baustellen,

  • Verwaltung des Lebensmittel- u. Getränkelagers,

  • Lebensmittel- und Materialeinkauf,

  • Transport der von Dienstleistern hergestellten Hauptmahlzeiten zur Hausalm,

  • Mithilfe im Basislager.

Voraussetzungen: Gültiger PKW-Führerschein, deutsche Sprachkenntnisse, Improvisationstalent.

 

Wir bemühen uns, Sie in die gewünschte Funktion einzuplanen. In besonderen Fällen kann ein kurzfristiger Wechsel in eine andere Funktion erforderlich werden. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie dieser Regelung zu.

Anmeldung zur Mitarbeit:
Die Turnusse:

Aus organisatorischen Gründen ersuchen wir, für die Anreise gemäß den Turnuszeiträumen den Sonntag und für die Abreise den Samstag zu wählen. Die Wahl mehrer Turnusse ist möglich.


Turnus 1: Samstag, 04.07.2020 bis Samstag 11.07.2020


Turnus 2: Sonntag, 12.07.2020 bis Samstag 18.07.2020


Turnus 3: Sonntag, 19.07.2020 bis Samstag 25.07.2020

 

Turnus 4: Sonntag, 26.07.2020 bis Samstag 01.08.2020

 

Turnus 5: Sonntag, 02.08.2020 bis Samstag 08.08.2020 


Übermitteln Sie uns das ausgefüllte Anmeldeformular möglichst rasch, denn wir vergeben Zusagen für noch freie Turnusplätze in der Reihenfolge des Eintreffens der Anmeldungen.

Wird eine Zusammenarbeit mit bestimmten Personen gewünscht, so bitten wir um rechtzeitige direkte gegenseitige Kontaktaufnahme, um die Termine untereinander abzustimmen.

Eine Mitarbeit ohne vorherige Anmeldung ist aus Gründen der Logistik und Versicherung leider nicht möglich.

Erreichbarkeit während der Aktion

Postanschrift der DOLOMITENFREUNDE, zugleich Anschrift der Mitarbeiter:

DOLOMITENFREUNDE

Rathaus 390

A-9640 Kötschach-Mauthen

E-Mail: office@dolomitenfreunde.at


Telefonkontakt für Belange des Vereins und des Museums: +43 4715 8513 32 

Telefonkontakt für Belange der Hausalm und der Mitarbeiter: +43 664 87 257 87

 

 
Anreise
Anreise mit  Bus und Bahn:

Von Westen:

Mit der Bahn von Bregenz nach Innsbruck und weiter über den Brennerpass, Franzensfeste, Bruneck , Sillian, Lienz nach Oberdrauburg. Von dort mit dem Bus und über den Gailbergsattel nach Kötschach-Mauthen. Von Kötschach-Mauthen mit einer weiteren Busverbindung zur Haltestelle Plöckenhaus.

 

Von Osten:

Mit der Bahn von Wien über Bruck an der Mur, Klagenfurt nach Villach. Von dort mit der Gailtalbahn bis Hermagor und im Bus weiter nach Kötschach-Mauthen. Von Kötschach-Mauthen mit einer weiteren Busverbindung zur Haltestelle Plöckenhaus.

 

Von Süden:

Mit der Bahn von Udine nach Villach. Von dort weiter wie oben.

 

Von Norden:

Von Salzburg über Bischofshofen und Spittal/Millstätter See nach Oberdrauburg. Von hier weiter wie oben.

Busverbindungen im Raum Kötschach-Mauthen sind zu erfahren unter:

http://www.mobilbuero.com

Anreise mit PKW

Von Osten/Norden:

Von Wien/Linz auf der Autobahn A1 nach Salzburg und weiter auf der A10 bis zur Ausfahrt Spittal-Millstätter See. Weiter auf der Bundesstraße B100 bis Oberdrauburg und von dort auf der B110 nach Kötschach-Mauthen und weiter Richtung Plöckenpass zum Basislager/Hausalm.


Von Westen:

Von Bregenz auf der A12 nach Innsbruck, weiter auf der A13 zum Brennerpass und auf der A22 über Sterzing bis zur Ausfahrt Brixen. Nun auf der E66 über Bruneck, Innichen und Lienz bis Oberdrauburg,  über den Gailbergsattel auf der B110 nach Kötschach-Mauthen und weiter Richtung Plöckenpass zum Basislager/Hausalm.


Von Süden:

Von Graz beziehungsweise Klagenfurt auf der A2 bis zur Ausfahrt Hermagor und weiter auf der B111 nach Kötschach-Mauthen. Von dort weiter Richtung Plöckenpass zum Basislager/Hausalm.

 

Literatur:

Vom Ortler bis zur Adria – Der Gebirgskrieg zwischen Österreich-Ungarn und Italien

1. Auflage 2018 (erweiterte Neuauflage des Werkes „Schaumann:  Vom Ortler bis zur Adria“ – Die Südwest-Front 1915-1918 in Bildern“, 1993)

Herausgeber: DOLOMITENFREUNDE e.V. – A-9640 Kötschach-Mauthen

Autoren: Prof. Walther Schaumann (†), Gabriele Schaumann (†), Karin Schmid und Peter Kübler.

Texte in deutscher und in italienischer Sprache • Format 16,5 × 23,5 cm • Gebunden • 232 Seiten • 295 historische Fotos • 57 Fotos •

19 Skizzen und Karten • 11 Faksimiles • 4 Tabellen • EURO 29,00

Den Museumsführer gibt es hier: https://www.dolomitenfreunde.at/shop

 

Kleiner Führer zum Freilichtmuseum des Gebirgskrieges 1915-1917 Plöckenpass

von Walther Schaumann (†) und Peter Kübler

1. Auflage 2017 • Format 10,5 × 14,8 cm • Broschiert • 84 Seiten • 54 großteils historische Fotos • 19 Skizzen • 4 Faksimiles • 3 Tabellen

• Literaturhinweise • Begriffserklärungen • Quellennachweis.

Beilage: Faltblatt mit Plänen zum Sektor „Kleiner Pal“ im Format 40,5 x 28,6 cm. EURO 9,90.

Den Führer gibt es hier: https://www.dolomitenfreunde.at/shop

 

Kartenmaterial:

Freytag & Berndt WK 223 Karnische Alpen – Gailtal – Gitschtal – Nassfeld – Lesachtal – Weissensee – Oberdrautal, Wanderkarte 1:50.000

• Freytag-Berndt u. Artaria KG, Brunner Straße 69, 1231 Wien

https://www.freytagberndt.com


KOMPASS-Wanderkarten Gailtaler Alpen, Karnische Alpen, Oberdrautal 

KOMPASS-Karten GmbH, Karl-Kapferer-Straße 5, A-6020 Innsbruck

http://www.kompass.de/https://shop.kompass.de/


TABACCO-Wanderkarte 1:25.000 Nr. 09 – ALPI CARNICHE, CARNIA CENTRALE:

Coglians, Plöckenpaβ , Polinik, Creta di Timau, Zermula, Sernio, Tersadia, Zoncolan

www.tabaccoeditrice.it

Merkblatt
Stand: 16.11.2019


Grundsätzliches

Wir freuen uns über jede Person, die bereit ist, ihren Beitrag zu den Zielen der DOLOMITENFREUNDE zu leisten. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer erhalten kostenlose Verpflegung und einfach Unterkunft, werden unfall- und haftpflichtversichert, müssen aber für ihre Reisekosten selbst aufkommen.

Zur eigenen Sicherheit wie auch aus rechtlichen Gründen ist die Kenntnisnahme und Akzeptanz folgender Punkte notwendig:

  • Die Teilnahme an der Bauaktion erfolgt unentgeltlich, auf freiwilliger Basis und auf eigene Gefahr.

  • Das oberste Gebot ist immer die eigene Sicherheit sowie die der anderen Mitarbeiter. Die Bauleitung behält sich deshalb das Recht vor, bei Verletzung der Sicherheitsgebote oder Missachtung der Anweisungen der Bauleitung, Mitarbeiter vor Ablauf des Turnusses zu entlassen.

  • Unsere Bautätigkeit ist auf die Erhaltung und Instandsetzung alter Stellungssysteme im Bereich des Kleinen Pal ausgerichtet. Unter keinen Umständen ist das gezielte Graben nach Überresten („Schatzsuche“) gestattet. Zuwiderhandeln zieht die sofortige Entlassung aus der Mitarbeit nach sich.

 

Sicherheit

Verhalten auf den Baustellen:

Die Arbeitsbedingungen im Gebirge erfordern besondere Sicherheitsmaßnahmen. Unfälle können vermieden werden, wenn jeder einzelne sich richtig verhält. Dazu gehört auch der Marsch zu und von der Baustelle. Scheut Euch nicht, vorsichtig zu erscheinen.

Grundsätzlich sollte keine Person alleine arbeiten oder sich alleine im hochalpinen Gelände des Freilichtmuseums bewegen. Nur so ist im Notfall schnelle Hilfe möglich.

  • Selbstsicherung ist wichtiger als scheinbar rascherer Arbeitsfortschritt.

  • Die erste Hand für die eigene Sicherheit, die zweite für die Arbeit.

  • Schutzhelme stehen für Arbeiten in Kavernen und an steinschlaggefährdeten Plätzen zur Verfügung und sind zu tragen.

  • Schutzkleidung für die Bedienung von Kettensägen und Motorsensen stehen zur Verfügung und sind zu tragen.

  • Stollen- und Kavernenarbeiten: mindestens zwei Lampen mit Reservebatterien mitnehmen, ein Sicherungsposten verbleibt vor dem Eingang.

Sowohl frei im Gelände als auch beim Räumen der Stellungen sind immer wieder scharfe Munition und Granaten zu finden. Durch unsachgemäßes Hantieren kann es zu tödlichen Unfällen kommen. Explosivkörper, Munition oder unbekannte Gegenstände dürfen deshalb nicht berührt werden! Ihr Auffinden ist unverzüglich der Bauleitung zu melden.

 

Die Arbeiten finden auf Privatgrund statt!

 

Fundgegenstände aus dem Ersten Weltkrieg sind dem Bauleiter zu übergeben, sie werden gegebenenfalls den Beständen unseres Museums zugeführt.
Die Verwendung von Metallsuchgeräten ist strengstens verboten und wird geahndet!
Kavernen oder Stollen, die nicht im Arbeitsprogramm aufgenommen wurden, dürfen nicht betreten werden. Viele sind akut einsturzgefährdet.
Jede mitarbeitende Person achtet selbst auf ihren Gesundheitszustand. Wer sich durch eine Baustelle überfordert fühlt, meldet dies der Bauleitung. Es findet sich immer eine andere Arbeit.

Verhalten bei Gewitter

Eine besondere Gefahr stellen Gewitter dar. Die zahlreichen Metallgegenstände ziehen Blitze an.
Es ist unbedingt zu beachten:

  • Höhenbaustelle Kleiner Pal: Container aufsuchen, Türe und Fenster schließen,

  • Maschinen ausschalten und verstauen,

  • Telefone und Funkgeräte ausschalten,

  • mindestens 50 m Abstand zu metallischen Gegenständen halten,

  • kein Aufenthalt im Bereich von Seilversicherungen und Seilbahnen,

  • kein Aufenthalt bei der Panzerkuppel am Pal Gipfel.

 
Verhalten bei den Materialseilbahnen:

• Die Betriebsdurchführung darf ausschließlich durch den vom Betriebsleiter bestimmten
 Maschinisten erfolgen.
• Das Betreten der Betriebsräume ist ausnahmslos nur dem Seilbahnpersonal gestattet.
 Das Mitfahren ist ohne jede Ausnahme verboten!
• Das Be- und Entladen erfolgt nur durch besonders eingewiesenes Seilbahn-Hilfspersonal.
• Der Aufenthalt unter den Seilen ist lebensgefährlich und daher strengstens verboten.

 

Mit der Anmeldung zur freiwilligen Mitarbeit an der Bauaktion der DOLOMITENFREUNDE erklärt die/der Anmeldende, dass sie/er die grundsätzlichen Vorschriften und die Sicherheitshinweise gelesen, verstanden und anerkannt hat.