Freilichtmuseum des Gebirgskrieges 1915 - 1917 Plöckenpass

​Der Plöckenpass

Der schon von den Kelten benützte Passübergang wurde durch die Römer als "Via Julia Augusta" weiter ausgebaut.

1809, in den napoleonischen Kriegen, zogen französische Truppen über den Plöcken, 1866 besetzten Truppen des italienischen Freischarführers Giuseppe Garibaldi, der selbst einige Zeit im Plöckenhaus wohnte, den Plöckenpass. "Kärntner Freiwillige Schützen" drängten sie in der Folge wieder über den Pass nach Süden zurück.

Im gleichen Jahr wurde der gesamte Karnische Kamm zur Grenze zwischen Österreich und dem Königreich Italien. Der Plöckenpass als einziger fahrbarer Übergang in den Karnischen Alpen besaß somit als Einbruchspforte in das Gail- und weiter in das Drautal eine entscheidende Schlüsselposition.

 

Mit der Kriegserklärung Italiens am 23. Mai 1915 an Österreich-Ungarn wurde der Karnische Kamm Frontgebiet und der Raum um den Plöckenpass zum Schwerpunkt der Kämpfe. Im Spätherbst 1917 zwang der österreichisch-deutsche Durchbruch von Flitsch und Tolmein die italienische Armee auch zur Räumung der Karnischen Front.

Seit 1983 arbeiten die Dolomitenfreunde mit ihren Freiwilligen in diesem Gebiet. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Teile der sich in diesem Bereich befindlichen Verteidigungsstellungen zu restaurieren und sie so als Freilichtmuseum und Mahnmal gegen den Krieg für die Nachwelt zu erhalten.
 
Mit der aktiven Unterstützung der Grundbesitzer, der Familie Gressel, konnten wir ein Freilichtmuseum errichten, das jährlich viele tausende Besucher anzieht.
Das Freilichtmuseum besteht aus mehreren Teilen, die örtlich nicht weit voneinander entfernt sind. Die Sektoren sind nicht abgegrenzt oder abgezäunt. Der Eintritt ist frei und erfolgt auf eigene Gefahr.
Hausalm

Die Hausalm oberhalb des Plöckenhauses kann über eine kurze Forststraße vorüber am Grünsee erreicht werden. Die Alm wurde 1915 zerstört und dann wieder aufgebaut.

Sie dient heute dem Verein der Dolomitenfreunde als Basislager. Hier nimmt die Materialseilbahn auf den Kl. Pal ihren Anfang, deren techn. Details teilweise auf das Jahr 1917 zurückgehen. mehr...

 
MG-Nase
Der erste Teil, der in den Jahren 1983-87 restauriert wurde, ist die sogenannte Maschinengewehr-Nase. Die Anlage wurde originalgetreu wieder aufgebaut und ist vom Parkplatz unterhalb des Grenzüberganges auch für weniger geübte Bergwanderer erreichbar. mehr...
Kleiner Pal
Der größte Sektor des Freilichtmuseums am Plöcken mit seinen zahlreichen restaurierten österreichisch-ungarischen und italienischen Stellungen befindet sich im Gipfelbereich des Kleinen Pal. mehr...
Cellonstollen
Da die Versorgungswege zu den vordersten österreichischen Stellungen auf der Cellonschulter nach der Eroberung des Cellon von den Italienern eingesehen werden konnten, entschloss sich die k.u.k. Armeeführung, einen Stollen durch den Berg anzulegen, um so die Versorgung der Soldaten auf der Schulter zu sichern. mehr...